Wann setzt man Botox und wann lieber Hyaluron gegen Falten ein?

Diese Frage ist nicht so pauschal zu beantworten. Welche Behandlungsmethode angezeigt ist, hängt von vielen individuellen Gegebenheiten ab, etwa davon, wie tief die Falten sind, wie alt die Patientin ist, welches Resultat sie sich wünscht und welche Gesichtspartie behandelt werden soll.

Behandlung mit Botox

Botox ist zwar ein Nervengift, in der Dosierungen, die in der ästhetischen Medizin verwendet werden, ist es aber unbedenklich. Botox eignet sich immer dann, wenn die Falten schon recht tief in das Gesicht eingegraben sind. Das ist meist der Fall, wenn die Patientin schon etwas älter ist. Die feinen Fältchen um die Augen herum (Krähenfüße) sowie die sogenannte Zornesfalte sprechen auf eine Behandlung mit Botox besonders gut an. Eine gezielte Behandlung lässt die Falten fast gänzlich verschwinden. Als nachteilig empfinden viele Patienten, dass Botox das natürliche Aussehen nicht unterstützt, sondern ein Gesicht "erstarren" lässt. Außerdem sind die behandelten Partien unempfindlich, fühlen sich taub an. Das kann mitunter sehr unangenehm sein. Eine Botoxbehandlung muss etwa alle 6 bis 9 Monate wiederholt werden.

Behandlung mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure unterstützt das natürliche Aussehen der Haut. Falten werden nicht gänzlich geglättet, sondern eher ein wenig in ihrer Tiefe reduziert. Besonders gute Resultate erzielt eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure im Bereich der Naso-Labialfalte, der seitlichen Mundfalten und der Zornesfalte. Eine Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure bemerkt ein Außenstehender meist nicht, da lediglich das natürliche Aussehen der Haut unterstützt wird, das Gesicht aber weder Mimik einbüßt noch sonst irgendwie verändert aussieht. Eine Hyaluronbehandlung muss nicht so häufig wiederholt werden wie eine Botoxbehandlung, das Resultat bleibt sehr viel länger erhalten.

Es ist damit von den individuellen Gegebenheiten abhängig, welcher Stoff eher für eine Antifaltenbehandlung geeignet ist. Jede interessierte Frau sollte sich von einem erfahrenen Mediziner beraten lassen und die Vor-und Nachteile beider Behandlungsalternativen gegeneinander aufwiegen.

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